Eine Motorradjacke ist weit mehr als nur ein stylisches Kleidungsstück. Für Fahranfänger ist sie nach dem Helm die erste wichtige Anschaffung. Erfahrene Motorradfahrer werden in ihr zu einer zuverlässigen Schutzschicht, die Komfort, Wetterschutz und einen individuellen Stil bietet. Eine gut verarbeitete Motorradjacke stützt den Körper bei hohen Geschwindigkeiten, schützt vor Stößen und Abschürfungen bei Unfällen und hilft dem Fahrer, Wind, Regen, Hitze und Kälte in unterschiedlichen Fahrsituationen zu bewältigen. Ob Cruiser, Sportmotorrad, Adventure-Bike, Touring-Maschine, Café Racer oder Alltagsmaschine – die Jacke spielt eine zentrale Rolle für Sicherheit und Leistung.
Dieser Ratgeber erklärt die Welt der Motorradjacken in verständlicher, anfängerfreundlicher Sprache. Sie erfahren, wofür Motorradjacken entwickelt wurden, wie sie den Körper schützen, aus welchen Materialien sie bestehen, wie Protektorensysteme funktionieren, was die verschiedenen Jackenstile bedeuten und wie Sie die richtige Jacke für Ihren Fahrstil auswählen. Ziel ist es, jedem Motorradfahrer zu helfen, zu verstehen, warum eine Motorradjacke anders konstruiert ist als eine normale Jacke und wie man eine Jacke auswählt, die die Sicherheit im Straßenverkehr tatsächlich erhöht.
Wozu ist eine Motorradjacke gedacht?

Eine Motorradjacke hat zwei Hauptaufgaben. Zum einen schützt sie den Körper bei einem Unfall. Zum anderen unterstützt sie den Körper dabei, sich während der Fahrt an die wechselnden Umweltbedingungen anzupassen. Beides ist gleichermaßen wichtig. Viele Fahrer konzentrieren sich nur auf die Abriebfestigkeit, doch die Praxis zeigt, dass Wind, Hitze und Temperaturschwankungen genauso herausfordernd sein können. Eine gute Motorradjacke berücksichtigt all diese Faktoren und sorgt so für ein sicheres und komfortables Fahrgefühl.
Abriebschutz während eines Rutschens
Bei einem Sturz prallt der Körper in der Regel auf den Asphalt und rutscht. Normale Jacken reißen fast sofort, da die Stofffasern der Reibung nicht standhalten. Motorradjacken bestehen aus Materialien wie Rindsleder, Büffelleder, Ziegenleder, Kevlar-verstärkten Textilien, Cordura-Nylon und Ripstop-Gewebe. Diese Materialien verzögern den Moment, in dem die Straße die Jacke durchdringen und die Haut erreichen kann. Je widerstandsfähiger das Material, desto sicherer ist der Fahrer bei einem Sturz.
Aufprallschutz in Hochrisikozonen
Aufprallverletzungen verursachen Knochenbrüche, Gelenkschäden und Wirbelsäulenverletzungen. Deshalb verfügen moderne Jacken über Taschen für CE-zertifizierte Protektoren an Schultern, Ellbogen und Wirbelsäule. Manche Jacken bieten zusätzlich einen Brustprotektor. CE-Level-1-Protektoren sind flexibel und komfortabel für den täglichen Gebrauch, während CE-Level-2-Protektoren mehr Aufprallkräfte absorbieren und für Touren, Autobahnfahrten und sportliches Fahren geeignet sind. Ohne die richtige Protektorenausrüstung ist selbst die robusteste Lederjacke unzureichend. Schutz hängt vom Zusammenspiel von Material und Protektorensystem ab.
Zu verstehen, wie Jacken Verletzungen reduzieren, hilft Motorradfahrern auch, das Gesamtbild der Motorradsicherheit zu erfassen. Wenn Sie sich ein besseres Bild von den tatsächlichen Risiken im Straßenverkehr machen und verstehen möchten, warum Schutzausrüstung so wichtig ist, empfehlen wir Ihnen unseren ausführlichen Leitfaden „ Wie gefährlich ist Motorradfahren?“. Er analysiert Unfallstatistiken, das Fahrverhalten und gibt praktische Tipps für mehr Sicherheit im Alltag.
Wetterschutz unter realen Fahrbedingungen
Motorradfahren setzt den Körper direkt Winddruck, plötzlichem Regen, Sonneneinstrahlung, Schweißbildung und extremen Temperaturschwankungen aus. Eine Motorradjacke muss daher die Körpertemperatur regulieren, damit der Fahrer konzentriert und aufmerksam bleibt. Wasserdichte Membranen, atmungsaktive Textilien, Thermofutter, UV-beständige Beschichtungen, Belüftungssysteme und feuchtigkeitsableitendes Futter sorgen gemeinsam für optimalen Tragekomfort. Eine Jacke, die weder Hitze noch Wind abhält, macht den Fahrer müde, unkonzentriert und gefährdet seine Sicherheit.
Arten von Motorradjacken und wofür sie gedacht sind

Motorradjacken sind nicht universell designt. Jeder Typ ist auf einen bestimmten Fahrstil, ein bestimmtes Klima, eine bestimmte Körperhaltung und bestimmte Einsatzbedingungen zugeschnitten. Kenntnisse über die wichtigsten Jackenkategorien helfen Fahranfängern, die richtige Ausrüstung nicht nur nach dem Aussehen auszuwählen.
Motorradjacken aus Leder
Leder ist nach wie vor die beliebteste Wahl unter Motorradfahrern. Dickes Rinds- und Büffelleder bieten zuverlässigen Schutz vor Abrieb und verleihen dem Motorrad einen klassischen Look, der mit der Cruiser- und Café-Racer-Kultur verbunden ist. Leder passt sich mit der Zeit dem Körper an und wird so immer bequemer. Es eignet sich gut für kühles oder mildes Wetter, kann aber im Sommer warm werden und benötigt Pflege, um in gutem Zustand zu bleiben.
Motorradjacken aus Textil
Textiljacken bestehen aus Materialien wie Cordura-Nylon, Ripstop-Polyester, Kevlar-Verstärkungen und Softshell-Gewebe. Sie sind leichter als Leder und bieten besseren Schutz vor Regen, Hitze und Kälte. Textiljacken dominieren die Kategorien Touren- und Abenteuerjacken, da sie sich problemlos mit wasserdichten Membranen, Thermofutter und mehreren Belüftungskanälen ausstatten lassen.
Motorradjacken aus Mesh
Mesh-Jacken nutzen atmungsaktive Einsätze, die die Luftzirkulation direkt durch das Material ermöglichen. Fahrer in heißen Klimazonen verwenden Mesh-Jacken, um Überhitzung zu vermeiden. Sie verfügen über Protektoren und verstärkte Aufprallzonen und gewährleisten gleichzeitig eine optimale Luftzirkulation, wodurch sie sich ideal für Fahrten im Sommer oder in der Wüste eignen.
Tourjacken
Tourenjacken sind für lange Reisen konzipiert. Sie verfügen über Trinkblasenhalterungen, mehrere Belüftungsöffnungen, wasserdichte Futter, herausnehmbare Thermofutter, große Staufächer und Verstellmöglichkeiten. Motorradfahrer, die durch Bundesstaaten oder Kontinente reisen, verlassen sich auf Tourenjacken, um in unbeständigen Klimazonen komfortabel unterwegs zu sein.
Abenteuerjacken
Adventure-Jacken vereinen die Robustheit von Offroad-Bekleidung mit dem Komfort von Tourenjacken. Sie bestehen aus verstärkten Textilien, staubabweisenden Materialien, bieten Belüftung für mehrere Jahreszeiten und sind robust konstruiert – ideal für unbefestigte Straßen, Schotterwege und Autobahnübergänge.
Cruiser-Jacken
Cruiser-Jacken bestehen aus robusterem Leder und haben eine bequeme Passform, die für eine aufrechte Sitzposition beim Fahren ausgelegt ist. Sie zeichnen sich oft durch ein klassisches Design, verdeckte Taschen für Waffen und dicke Ledereinsätze aus, die bei langen Fahrten auf offenen Straßen für zusätzlichen Windschutz sorgen.
Sportmotorrad- und Rennjacken
Rennjacken sind für sportliches Fahren konzipiert und verfügen über vorgeformte Ärmel, aerodynamische Strukturen, Ellbogenschleifer und CE-Level-2-Protektoren. Sie bieten maximale Abriebfestigkeit und optimalen Aufprallschutz bei hohen Geschwindigkeiten. Die enge Passform sorgt dafür, dass die Protektoren sicher an ihrem Platz bleiben.
Cafe Racer Jacken
Cafe-Racer-Jacken zeichnen sich durch ein minimalistisches, klares Design und eine figurbetonte Silhouette aus. Sie vereinen Stil mit moderatem Schutz und sind nach wie vor beliebt bei Fahrern, die Wert auf eine elegante Straßenpräsenz ohne sperrige Kleidung legen.
Pendlerjacken
Pendlerjacken sind leicht, flexibel und haben ein neutrales Design. Sie sehen auch abseits des Fahrrads natürlich aus und lassen sich im Stadtverkehr angenehm tragen. Pendler schätzen Eigenschaften wie atmungsaktive Materialien, wasserdichte Taschen und praktische Stauräume.
Ganzjahres- und Moduljacken
Ganzjahresjacken verfügen über herausnehmbare Thermofutter, wasserdichte Außenmaterialien und verstellbare Belüftungsöffnungen, um sich an Winter-, Sommer- und Regenbedingungen anzupassen. Fahrer, die eine einzige Jacke für jedes Klima wünschen, bevorzugen modulare Designs.
Unterschied zwischen einer normalen modischen Jacke und einer Motorradjacke

Viele Fahranfänger gehen fälschlicherweise davon aus, dass eine normale Lederjacke oder eine modische Freizeitjacke einen gewissen Schutz auf dem Motorrad bietet. Tatsächlich sind die beiden Jacken jedoch für völlig unterschiedliche Zwecke konzipiert. Motorradjacken für Damen sind technische Sicherheitskleidung, die auf Abriebfestigkeit, Aufprallschutz und hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Eine modische Jacke hingegen ist für den Alltag, Stil und Komfort gedacht, aber nicht für den Straßenverkehr.
Diese Vergleichstabelle macht den Unterschied auch für Anfänger leicht verständlich.
|
Besonderheit |
Motorradjacke |
Modische Jacke im regulären Stil |
|
Hauptzweck |
Schützt den Fahrer vor Stößen, Abrieb, Witterungseinflüssen und Gefahren im Straßenverkehr. |
Entworfen für Stil, lässigen Komfort und Ästhetik. |
|
Materialfestigkeit |
Verwendet abriebfestes Rindsleder, Büffelleder, Ziegenleder, Cordura, Kevlar oder verstärkte Textilien. |
Hergestellt aus weichem Leder, PU-Leder, Denim, Baumwolle oder Polyester ohne Schutz |
|
Panzerschutz |
Beinhaltet CE-zertifizierte Protektoren an Schultern, Ellbogen und Wirbelsäule. |
Kein Panzerschutz oder Aufprallschutz |
|
Sicherheitszertifizierungen |
Geprüft nach EN 17092 (A, AA, AAA) hinsichtlich Abrieb- und Reißfestigkeit |
Keine Sicherheitszertifizierung, nicht für Fahrumgebungen getestet |
|
Nahtqualität |
Verstärkte Doppel- oder Dreifachnähte verhindern Nahtversagen bei einem Rutschvorgang |
Standardmäßige Nähte, nicht für Stöße oder Abrieb geeignet. |
|
Passform und Struktur |
Eng anliegende, sichere Passform, um die Rüstung an Ort und Stelle zu halten und bei einem Sturz stabil zu bleiben |
Locker oder modisch geschnitten, nur für Komfort und Stil gedacht. |
|
Belüftung und Luftstrom |
Ausgestattet mit Lüftungsschlitzen, Abluftöffnungen und Luftkanälen zur Klimatisierung |
Einfache Auskleidung oder kein Belüftungssystem |
|
Witterungsbeständigkeit |
Kann wasserdichte Membranen, DWR-Beschichtung und Thermofutter umfassen. |
Minimale Witterungsbeständigkeit, nicht geeignet für Regen oder Wind bei Autobahngeschwindigkeit. |
|
Haltbarkeit bei Unfällen |
Entwickelt, um Rutschungen, Stößen und Straßenreibung standzuhalten. |
Bietet bei Unfällen kaum bis gar keinen Schutz. |
|
Ergonomie beim Radfahren |
Vorgeformte Ärmel, Bewegungs-Rückenpartien, Stretchzonen für eine optimale Fahrhaltung |
Gerades Design, nicht für Fahrpositionen geeignet |
|
Gewicht und Dicke |
Schwerer, dicker und mit mehreren Schutzschichten ausgestattet. |
Leicht und dünn mit begrenzter struktureller Integrität |
Materialien und Stoffe, die in Motorradjacken verwendet werden
Jedes Material verhält sich bei Rutschpartien, Hitze oder Regen unterschiedlich. Kenntnisse über diese Materialien erleichtern die Auswahl der richtigen Leder-Motorradjacke für Herren, abgestimmt auf Ihre Umgebung und Ihren Fahrstil.
Rindsleder, Büffelleder, Lammleder und Ziegenleder
- Rindsleder: Rindsleder ist dick und bietet eine hohe Abriebfestigkeit. Es ist das am häufigsten verwendete Leder für Motorradjacken und bietet zuverlässigen Schutz bei Unfällen.
- Büffelleder: Büffelleder zeichnet sich durch seine natürliche Narbenstruktur und hohe Strapazierfähigkeit aus. Es ist widerstandsfähig gegen Abnutzung im Straßenverkehr und hält in der Regel länger als Rindsleder.
- Lammleder: Lammleder fühlt sich extrem weich und leicht an. Es ist zwar angenehm zu tragen, eignet sich aber eher für modische oder lässige Fahrten als für den Schutz bei hohen Geschwindigkeiten.
- Ziegenleder: Ziegenleder ist flexibel und robust. Es ist leichter als Rindsleder und bietet hervorragenden Tragekomfort bei gleichzeitig zuverlässiger Abriebfestigkeit.
- Nubuk- und Wildleder: Diese Lederarten haben eine samtige Textur. Sie sehen elegant aus, sind aber weniger abriebfest. Motorradfahrer wählen sie eher für modische Jacken als für Sportjacken, die hohen Belastungen standhalten müssen.
Veganes Leder und PU-Leder
Diese synthetischen Materialien imitieren zwar das Aussehen von echtem Leder, erreichen aber nicht dessen Abriebfestigkeit. Motorradfahrer greifen aus modischen Gründen oder für den Freizeitgebrauch zu veganem Leder oder PU-Leder. Sie sind leichter zu reinigen und günstiger, bieten aber keinen Schutz bei hohen Geschwindigkeiten.
Textiltechnologien: Cordura, Kevlar und Ripstop
- Cordura: Cordura ist ein strapazierfähiges Nylongewebe, das für seine Festigkeit und Abriebfestigkeit bekannt ist. Es wird häufig für hochwertige Textiljacken verwendet, die für Pendler und Touren geeignet sind.
- Kevlar: Kevlar-Platten werden zur Verstärkung von Ellbogen, Schultern und stark beanspruchten Bereichen eingesetzt. Kevlar ist reißfest und verlängert die Gleitzeit bei Unfällen.
- Ripstop-Gewebe: Ripstop-Gewebe verwendet ein Gittermuster, das das Ausbreiten kleiner Risse verhindert. Es ist leicht und robust und wird in vielen Abenteuer- und Tourenjacken eingesetzt.
Abdichtungssysteme: Gore-Tex, Membranen und DWR-Beschichtungen
- Gore-Tex und wasserdichte Membranen: Diese Membranen nutzen Mikroporen, um Wasser abzuhalten, gleichzeitig aber Schweiß entweichen zu lassen. Gore-Tex gilt als Branchenstandard für erstklassige Wasserdichtigkeit.
- DWR-Beschichtung; Die dauerhaft wasserabweisende Beschichtung sorgt dafür, dass Wasser von der Stoffoberfläche abperlt. DWR verbessert die Regenbeständigkeit und hält Jacken bei Stürmen leichter.
Panzerungs- und Aufprallschutzsysteme

Protektoren spielen eine entscheidende Rolle für die Sicherheit von Motorradfahrern. Selbst robustestes Leder kann Verletzungen bei einem Aufprall nicht vollständig verhindern. Protektoren absorbieren Energie, reduzieren das Trauma und tragen dazu bei, dass der Körper Unfälle mit weniger Verletzungen übersteht. Moderne Motorradjacken sind daher ebenso auf Protektoren angewiesen wie auf ihr Obermaterial. Protektoren sind unerlässlich, um Knochen, Gelenke und die Wirbelsäule vor plötzlichen Stößen zu schützen.
CE-Zertifizierungen verstehen
Die CE-Zertifizierung bestätigt, dass die Motorradprotektoren den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen. EN 1621-1 gilt für Ellbogen- und Schulterprotektoren. EN 1621-2 regelt Rückenprotektoren. EN 17092 bewertet die gesamte Jacke hinsichtlich Abrieb- und Reißfestigkeit.
- CE-Schutzklasse 1: Protektoren der CE-Schutzklasse 1 absorbieren Stöße mittlerer Stärke. Sie sind dünner und flexibler und bieten daher hohen Tragekomfort im täglichen Pendelverkehr.
- CE-Level-2-Protektoren: CE-Level-2-Protektoren absorbieren fast die doppelte Aufprallenergie von Level-1-Protektoren. Sie sind die bevorzugte Wahl für Tourenfahrer, Autobahnfahrer und Fahrer, die hohe Geschwindigkeiten fahren.
Schulter-, Ellbogen- und Rückenschutz
Diese Bereiche berühren bei den meisten Unfällen als erste den Boden. Schulter- und Ellbogenprotektoren verhindern Knochenbrüche, während Rückenprotektoren das Risiko von Wirbelsäulenverletzungen reduzieren.
Brustpanzer
Üblich bei Renn- und Adventure-Jacken. Brustprotektoren schützen Rippen und Brustbein bei Frontalaufprallunfällen.
Abriebfestigkeit und verstärkte Nähte
Die Abriebfestigkeit bestimmt die Gleitzeit. Verstärkte Doppel- oder Dreifachnähte verhindern, dass die Nähte beim Aufprall aufreißen.
- Kevlar-Platten: Kevlar wird in besonders gefährdeten Bereichen eingesetzt, um die Reißfestigkeit und Haltbarkeit zu verbessern.
- Reflektierende Elemente: Diese helfen anderen Verkehrsteilnehmern, den Radfahrer nachts oder bei Nebel zu sehen. Sichtbarkeit ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor auf Autobahnen.
Wesentliche Konstruktionsmerkmale, die die Qualität definieren

Die Verarbeitungsqualität bestimmt, wie lange die Jacke hält und wie gut sie sich im Laufe der Zeit bewährt.
Reißverschlüsse, Kragen, Ärmel und Bewegungsfalten am Rücken
- YKK-Reißverschlüsse: YKK-Reißverschlüsse sind für ihre Langlebigkeit bekannt. Schwache Reißverschlüsse brechen leicht und können bei einem Aufprall zum Versagen einer Jacke führen.
- Druckknopfkragen: Fest schließende Kragen verhindern das Flattern im Wind und verbessern den Tragekomfort bei hohen Geschwindigkeiten.
- Action Back Panels: Diese dehnbaren Paneele ermöglichen Schulterbewegungen und Komfort beim Vorbeugen, um den Lenker zu greifen.
- Vorgeformte Ärmel: Die an die Fahrhaltung angepassten Ärmel reduzieren die Muskelermüdung.
Belüftungsreißverschlüsse und Abluftsystem
Belüftungsreißverschlüsse lassen kühle Luft eindringen. Abluftöffnungen an der Rückseite drücken warme Luft nach außen. Dieser Luftstrom verhindert eine Überhitzung.
Futter: Mesh, Thermofutter und wasserdicht
- Atmungsaktives Mesh-Futter: Dieses Innennetz reduziert Schweißbildung und verbessert den Komfort bei langen Fahrten.
- Thermofutter und wasserdichte Innenfutter: Viele Jacken verfügen über herausnehmbare Thermofutter für den Winter und wasserdichte Futter, die vor Regen schützen. Dank dieser Futter sind die Jacken für verschiedene Jahreszeiten geeignet.
Anpassungsmöglichkeiten für Passform und Komfort
Verstellbare Hüftgurte, Ärmelbündchen und Saumsysteme ermöglichen es Fahrern, die Protektoren sicher zu befestigen. Eine optimale Passform gewährleistet Sicherheit und verhindert, dass die Jacke bei einem Sturz verrutscht.
Auswahl einer Jacke basierend auf dem Fahrstil

Unterschiedliche Fahrstile erfordern unterschiedliche Jackenmerkmale. Die Wahl des richtigen Stils stellt sicher, dass Ihre Jacke zu Ihrer Umgebung, Ihrer Körperhaltung und Ihren Sicherheitsbedürfnissen passt.
Schutz steht zwar an erster Stelle, aber Stil spielt trotzdem eine wichtige Rolle, denn Motorradfahrer wünschen sich Ausrüstung, mit der sie sich wohlfühlen und selbstbewusst auftreten können. Die richtige Schnittführung, Farbe und passende Outfit-Kombinationen können den Look einer Jacke sowohl auf dem Motorrad als auch abseits davon deutlich verändern. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Jacken mit verschiedenen Outfits kombinieren können, finden Sie in unserem Artikel „So stylen Sie eine Lederjacke“ praktische und fahrerfreundliche Styling-Ideen.
Touren und Langstreckenfahrten
Tourenjacken müssen unvorhersehbarem Wetter, langen Fahrten und ständigen Temperaturschwankungen standhalten. Wasserdichte Membranen, große Belüftungsöffnungen, zahlreiche Taschen und herausnehmbare Thermofutter sorgen dafür, dass Fahrer auch auf langen Strecken komfortabel und konzentriert bleiben.
Tägliches Pendeln oder Pendeln in der Stadt
Pendler benötigen Jacken, die Schutz und Alltagstauglichkeit vereinen. Leichtes Material, atmungsaktive Stoffe, wasserdichte Taschen und ein lässiger Look machen diese Jacken ideal für die Stadt.
Autobahnfahrt
Cruiser-Fahrer bevorzugen robustes Leder wegen des Windschutzes und der langen Haltbarkeit. Die bequeme Passform unterstützt eine aufrechte Sitzposition und bietet Komfort auf langen Autobahnfahrten.
Bahnreiten
Fahrer von Renn- und Sportmotorrädern benötigen eng anliegende Jacken mit Level-2-Protektoren, Slidern und aerodynamischer Formgebung. Diese Jacken unterstützen die Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten und aggressiven Fahrpositionen.
Offroad- und Abenteuerfahrten
Abenteuerjacken müssen Schmutz, Staub, Stößen und Temperaturschwankungen standhalten. Sie bestehen aus verstärkten Textilien, verfügen über leistungsstarke Belüftungssysteme, Trinkblasenfächer und sind robust konstruiert, um den Anforderungen im Gelände gerecht zu werden.
Reiten bei heißem Wetter
Jacken aus Mesh-Gewebe oder perforiertem Leder ermöglichen maximale Luftzirkulation und verhindern so Überhitzung. Diese Jacken sind in tropischen oder Wüstenklimaten unverzichtbar.
Winterreiten
Winterjacken schützen Fahrer mit isolierenden Futtern, winddichten Außenmaterialien und versiegelten Bündchen vor Kälte. Eine warme Körperkerntemperatur ist entscheidend für Reaktionszeit und Fahrzeugkontrolle.
Ganzjahresreiten
Modulare Jacken ermöglichen es Fahrern, die Kleidungsschichten an Sommer, Winter und Regen anzupassen. Sie sind kostengünstig und vielseitig für Regionen mit wechselhaftem Klima.
7. Wetter- und Klimaleistung
Das Wetter hat einen direkten Einfluss auf die Sicherheit und den Komfort des Fahrers. Eine Jacke muss die Körpertemperatur regulieren und vor Umwelteinflüssen schützen.
- Windschutz: Starker Wind kann zu verstärkter Müdigkeit und reduzierter Körperwärme führen. Winddichte Materialien und sichere Verschlüsse tragen dazu bei, Komfort und Konzentration zu erhalten.
- Regenschutz: Wasserdichte Membranen, versiegelte Nähte und Sturmklappen verhindern das Eindringen von Regen in die Jacke. Trocken zu bleiben beugt Kälteermüdung vor und sorgt für optimale Kontrolle.
- UV-Schutz: UV-beständige Materialien verhindern das Ausbleichen und schützen Leder- oder Textilfasern vor langfristigen Schäden.
- Isolierung bei Kälte: Thermofutter speichert die Körperwärme und trägt dazu bei, die Muskeln warm zu halten und die Reaktionszeit zu verlängern.
- Luftzirkulation bei heißem Wetter: Lüftungspaneele lassen kühle Luft einströmen und warme Luft entweichen. Eine optimale Luftzirkulation beugt Überhitzung und Hitzschlag vor.
- Feuchtigkeitsableitendes Futter: Dieses Futter reguliert den Schweiß, indem es Feuchtigkeit von der Haut ableitet. Dies erhöht den Tragekomfort und reduziert Temperaturspitzen bei längeren Fahrten.
Sicherheitsstandards und Zertifizierungen
Sicherheitsbewertungen helfen Fahrern zu verstehen, wie sich die einzelnen Jacken bei Stürzen oder Aufprallen verhalten. EN 17092 ist die heute am häufigsten verwendete Norm. Jacken werden anhand ihrer Abriebfestigkeit und Reißfestigkeit bewertet.
-
CE-Zertifizierung: Bestätigt, dass die Schutzausrüstung den europäischen Sicherheitsanforderungen entspricht.
-
EN 1621-1: Beinhaltet Rüstungen für Schultern und Ellbogen.
-
EN 1621-2: Deckt die Panzerung für die Wirbelsäule ab.
-
EN 17092: Bewertet die gesamte Jacke hinsichtlich Abrieb- und Reißfestigkeit.
-
Bewertung A: Eine Jacke der Bewertung A bietet grundlegenden Schutz, der für Geschwindigkeiten im Stadtverkehr ausreichend ist.
-
AA-Klassifizierung: Jacken der AA-Klassifizierung eignen sich für den täglichen Einsatz auf der Straße und für Touren.
-
AAA-Bewertung: Jacken der AAA-Klasse bieten höchste Festigkeit und werden häufig im Rennsport und in Hochleistungsumgebungen eingesetzt.
Funktionen, die Fahrern am wichtigsten sind
Fahrer suchen nach Funktionen, die Sicherheit, Komfort und Bequemlichkeit in Einklang bringen.
- Passform und Größe: Motorradjacken müssen eng anliegen, damit die Protektoren richtig sitzen. Zu lockere Jacken können sich bei einem Sturz verdrehen.
- Vorgeformte Arme: Eine natürliche Fahrposition reduziert die Ermüdung.
- Lüftungspaneele: In vielen Klimazonen ist die Luftzirkulation bei heißem Wetter von entscheidender Bedeutung.
- Verdeckte Tragetaschen: Beliebt bei amerikanischen Cruiser-Jacken. Sie bieten Stauraum und Sicherheit.
- Wasserdichte Taschen: Nützlich zum Schutz von Handys, Dokumenten und Geldbörsen.
- Reißverschlussverbindung zur Hose: Verhindert, dass die Jacke bei Unfällen hochrutscht.
- Staufächer: Tourenfahrer schätzen zusätzliche Taschen für Werkzeug, Karten und andere wichtige Dinge.
Wartung und Pflege
Durch die richtige Pflege bleibt die Leistungsfähigkeit der Jacken erhalten.
-
Die Lederpflege beugt Rissen vor.
-
Lederreiniger entfernt Schmutz, ohne die Fasern zu beschädigen.
-
Wasserabweisende Sprays stellen den Regenschutz wieder her.
-
Textilreiniger halten Textilien frisch.
-
Lufttrocknung verhindert Hitzeschäden.
-
Durch Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung wird das Ausbleichen der Farben verringert.
Mit der Zeit können selbst gut gepflegte Jacken durch Lagerung, Sitzhaltung beim Fahren oder Feuchtigkeit Falten bekommen. Viele Motorradfahrer denken, diese Falten seien dauerhaft, dabei lassen sie sich oft problemlos zu Hause entfernen. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung „Falten aus Lederjacken und -westen entfernen“ zeigt Ihnen einfache Methoden, um die Form wiederherzustellen, ohne das Leder zu beschädigen.
Kaufentscheidungen, die zählen
Neue Motorradfahrer tun sich oft schwer mit der Wahl der richtigen Premium-Motorradjacke . Diese Faktoren helfen bei der Entscheidungsfindung.
-
Ihr Budget beeinflusst die Art des Materials, das Sie wählen können.
-
Premium-Jacken bieten besseren Schutz und höhere Haltbarkeit.
-
Die Passformgenauigkeit bestimmt die Schutzwirkung einer Rüstung.
-
Für Männer und Frauen gibt es unterschiedliche Passformen, die für mehr Komfort sorgen.
-
Der Zweck Ihres Motorradfahrens bestimmt die Art der Jacke, die Sie benötigen.
-
Der persönliche Stil bestimmt, was man täglich trägt.
Schlussbetrachtung
Eine Motorradjacke ist ein sorgfältig entwickeltes Sicherheitssystem, das den Fahrer bei Stürzen schützt, die Körpertemperatur in unterschiedlichen Klimazonen reguliert und den Fahrkomfort sowie die Performance verbessert. Unabhängig davon, ob die Jacke aus Leder, Textil oder Mesh gefertigt ist, hängt ihre Wirksamkeit von Abriebfestigkeit, Aufprallschutz, Belüftung, Wasserdichtigkeit und Passform ab. Je nach Fahrstil und Einsatzbedingungen können Fahrer aus einer Vielzahl von Modellen wählen, darunter Touring-, Adventure-, Cruiser-, Sport-, Pendler- und Ganzjahresjacken.
Der Kauf hochwertiger Motorradjacken ist mehr als nur eine Frage des Aussehens. Es ist eine Investition in Sicherheit, Selbstvertrauen und langfristigen Tragekomfort. Mit dem richtigen Wissen kann jeder Fahrer eine Jacke wählen, die zu seinem Fahrstil passt und auf jeder Fahrt zuverlässigen Schutz bietet.
Wenn Sie Ausrüstung suchen, die echtes Fahrgefühl widerspiegelt und sich durch robuste Verarbeitung, hochwertige Materialien und von der Motorrad-Community geschätzte Designs auszeichnet, bietet First MFG Co eine umfassende Auswahl an Motorradjacken aus Leder und Textil, die auf Schutz, Komfort und dauerhafte Performance ausgelegt sind. Entdecken Sie die Kollektion und finden Sie die Jacke, die perfekt zu Ihrem Fahrstil passt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gute Motorradjacke?
Eine gute Motorradjacke bietet Abriebfestigkeit, CE-geprüfte Protektoren, optimale Passform und Wetterschutz. Hochwertige Modelle bestehen aus Rindsleder, Cordura-Gewebe oder verstärktem Mesh und verfügen über Belüftung, Wasserdichtigkeit und Verstellmöglichkeiten. Die beste Ledermotorradjacke für Damen ist diejenige, die zu Ihrem Fahrstil, dem Klima und Ihrer Geschwindigkeit passt.
Was ist eine Motorradjacke aus Mesh?
Eine Motorradjacke aus Mesh-Gewebe ist eine Jacke für warmes Wetter mit großen Belüftungseinsätzen, die für maximale Luftzirkulation sorgen. Sie verfügt über Schulter- und Ellbogenprotektoren, abriebfeste Verstärkungen und Belüftungskanäle, um Überhitzung bei sommerlichen Fahrten zu vermeiden. Fahrer in warmen Klimazonen bevorzugen Mesh-Gewebe aufgrund seiner Atmungsaktivität.
Wie nennt man eine Motorradjacke?
Eine Motorradjacke kann je nach Material und Einsatzzweck als Fahrerjacke, Bikerjacke, Lederjacke, Textiljacke, Mesh-Jacke, Tourenjacke oder Rennjacke bezeichnet werden. Jede Bezeichnung spiegelt unterschiedliche Konstruktionsarten und Schutzstufen wider.
Was ist eine Motorradjacke aus Textil?
Eine Motorradjacke aus Textilgewebe besteht aus Materialien wie Cordura, Polyester, Kevlar-Mischgewebe oder Nylon und bietet Abriebfestigkeit, Wasserdichtigkeit, Belüftung und Flexibilität. Textiljacken sind beliebt für Pendler, Tourenfahrer und alle Wetterbedingungen, da sie bei Regen, Wind, Hitze und Kälte zuverlässig schützen.
Was ist eine wandelbare Motorradjacke?
Eine wandelbare Motorradjacke ist modular aufgebaut und ermöglicht das Entfernen oder Hinzufügen einzelner Teile. Typische Merkmale sind abnehmbare Ärmel, herausnehmbare Thermofutter, abnehmbare wasserdichte Schichten und verstellbare Belüftungsöffnungen. Diese Jacken eignen sich für den Übergang zwischen den Jahreszeiten, sodass keine mehreren Jacken benötigt werden.
Was ist eine Motorradjacke mit Drop-Liner?
Eine Motorradjacke mit Drop-Liner verfügt über eine wasserdichte Membran, die separat im Inneren der Jacke angebracht ist. Dieses schwimmende Futter hält Wasser ab und sorgt gleichzeitig für Atmungsaktivität. Viele Touren- und Adventure-Jacken nutzen Drop-Liner, um Regen, Schweiß und Wind abzuleiten, ohne dabei aufzutragen.
Welche Motorradjacke eignet sich gut für Anfänger?
Einsteiger profitieren von Jacken, die Schutz, Komfort und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Eine gute Einsteigerjacke verfügt über CE-Protektoren, abriebfestes Material oder Leder, Belüftung, eine eng anliegende Passform und Funktionen, die für den täglichen Gebrauch geeignet sind. Textil- und Mesh-Varianten eignen sich für die meisten Klimazonen, während Leder für lange Haltbarkeit sorgt.

