How to Clean a Suede Leather Jacket?

Wer eine Wildlederjacke besitzt, weiß, warum sie so beliebt ist. Die Oberfläche fühlt sich weich an, die Verarbeitung wirkt edel, und sie entwickelt mit der Zeit Charakter statt Abnutzung – ähnlich wie Lederjacken, die mit der Zeit immer persönlicher werden. Doch Wildleder wirft auch Fragen auf, sobald etwas Unerwartetes passiert. Ein verschütteter Kaffee. Plötzlicher Regen. Staub, der sich in den Fasern festsetzt. Viele denken, Wildleder sei empfindlich, dabei ist es einfach anders. Die Fasern sind offenporig und saugfähig, das heißt, Flecken dringen ein, anstatt nur auf der Oberfläche zu bleiben. Deshalb verschlimmern schnelle Lösungen wie Schrubben, Einweichen oder Abwischen mit Wasser das Problem oft nur.

Die gute Nachricht: Wildleder lässt sich schonend reinigen, wenn man seine Eigenschaften kennt. Sobald man gelernt hat, Schmutz sanft zu entfernen, die Fasern aufzurichten und das Material in Ruhe trocknen zu lassen, wird die Pflege zum Kinderspiel. Dieser Ratgeber bietet Ihnen praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, basierend auf dem tatsächlichen Verhalten von Wildleder gegenüber Flecken, Feuchtigkeit und alltäglicher Beanspruchung. Am Ende wissen Sie, wie Sie Ihre Jacke schützen, Flecken richtig entfernen und die weiche, natürliche Textur über Jahre hinweg bewahren.

Was ist Wildleder?

Wildleder ist ein weiches, angerautes Leder, das aus der inneren, flauschigen Schicht von Tierhäuten (wie Lamm, Ziege, Kalb) gewonnen wird, nachdem die äußere Narbenschicht entfernt oder abgespalten wurde. Dadurch erhält es eine samtige Textur, die sich ideal für flexible Artikel wie Schuhe, Jacken und Taschen eignet. Allerdings ist es weniger strapazierfähig und anfälliger für Flecken als traditionelles Leder, wie es beispielsweise bei Motorradjacken verwendet wird . Es ist bekannt für seinen weichen Griff, sein mattes Finish und seine Geschmeidigkeit und steht damit im Kontrast zu glattem, robusterem Narbenleder.

Falls Sie es stattdessen mit Kunst- oder Synthetikmaterialien zu tun haben, sollten Sie unbedingt unseren Leitfaden zur Reinigung einer veganen Lederjacke konsultieren .

Wie man eine Wildlederjacke reinigt

Wildleder wirkt luxuriös, reagiert aber anders auf Schmutz, Wasser und Öle als normales Leder. Falsche Reinigung kann die Oberfläche plattdrücken, dunkle Flecken hinterlassen oder dauerhafte Verfärbungen verursachen. Ob Sie Flecken zu Hause entfernen oder Ihre Wildlederjacke professionell reinigen lassen – Ziel ist immer, die Oberfläche und die Farbe zu erhalten.

Um eine Wildlederjacke zu reinigen, entfernen Sie zunächst losen Schmutz mit einer Wildlederbürste. Flecken können Sie anschließend mit einem Wildlederradierer (für Kratzer) oder einer Mischung aus Maisstärke und Backpulver (für Ölflecken) behandeln. Lassen Sie die Mischung über Nacht einwirken, bevor Sie sie abbürsten. Hartnäckigere Flecken lassen Sie mit einem Tuch und weißem Essig oder Reinigungsalkohol vorsichtig abtupfen. Bürsten Sie die Oberfläche abschließend immer von oben nach unten, um die natürliche Struktur wiederherzustellen. Ein Imprägnierspray schützt das Leder zusätzlich vor zukünftigen Flecken.

Benötigte Werkzeuge

Teures Werkzeug ist nicht nötig, aber einige wenige Dinge sind wichtig. Wenn dir deine Ausrüstung wichtig ist, bewahre diese in einem kleinen Set auf.

Pflegeset

  • Bürste: Wählen Sie eine Wildlederbürste mit zwei Funktionen: Eine Bürste aus Kreppgummi eignet sich für die sanfte Oberflächenauffrischung, die andere enthält eine Messing-Nylon-Mischung für hartnäckig verfilzte Fasern. Diese Kombination ermöglicht es Ihnen, die Textur aufzufrischen, ohne die empfindlichen Fasern zu beschädigen.

  • Radiergummi: Greifen Sie zu einem dichten, unpigmentierten Wildlederradiergummi, der beim Reiben leicht zerbröselt. Die Mikrokrümel lösen festsitzenden Schmutz aus den Poren, anstatt ihn nur zu verschmieren.

  • Fusselrolle: Wählen Sie eine Rolle mit schwach haftenden Klebefolien. Sie entfernt Flusen, Staub und Tierhaare, die sich auf dem Flor befinden, ohne an den Fasern zu ziehen oder zu zerren.

  • Essig oder Alkohol: Destillierter Weißweinessig mit 5 % Säuregehalt oder 70-prozentiger Isopropylalkohol eignen sich am besten. Diese lösen Salzflecken und Wasserränder und verdunsten schnell, sodass das Leder nicht durchnässt wird.

  • Schutzspray: Wählen Sie ein silikonfreies, atmungsaktives Schutzspray speziell für Wildleder. Nanotechnologische Formeln bilden eine wasserabweisende Barriere, die Feuchtigkeit und Flecken abweist, ohne die Jacke zu versteifen.

  • Dampfreiniger: Verwenden Sie einen Handdampfreiniger mit breiter Düse und halten Sie dabei mindestens 15 Zentimeter Abstand. Der leichte Dampf entspannt die Fasern, glättet leichte Falten und öffnet den Flor, sodass sich Flecken leichter entfernen lassen.

  • Weiche Zahnbürste: Eine Zahnbürste mit weichen Borsten erreicht Nähte, Kanten und Metallteile, wo sich Ablagerungen verstecken. Sie reinigt selbst kleinste Stellen, die mit einer Wildlederbürste nicht sicher zu erreichen sind.

  • Maisstärke: Ein zuverlässiger Absorber für frische Öl- und Fettflecken. Sie dringt in die Fasern ein und transportiert die Rückstände an die Oberfläche, anstatt sie tiefer einzudrücken. Dadurch wird die spätere Reinigung einfacher und schonender für das Wildleder.

  • Staubsauger mit Bürstenaufsatz: Verwenden Sie eine niedrige Saugstufe mit einem weichen Bürstenkopf. So lässt sich Staub schonend von Jacken entfernen, die längere Zeit im Schrank lagen, ohne den Flor zu beschädigen.

  • Kleiderbügel aus Zedernholz: Ein breiter Kleiderbügel aus Zedernholz stützt die Form der Jacke und absorbiert auf natürliche Weise leichte Feuchtigkeit und Gerüche. Er verhindert Druckstellen an den Schultern und hält das Wildleder während der Lagerung länger frisch.

  • Weißes Tuch: Verwenden Sie weiche, fusselfreie Baumwolle oder hochwertige Mikrofaser. Weiß gewährleistet, dass keine Farbe abfärbt, und die dichte Webart verhindert, dass sich lose Fäden im Wildleder festsetzen, wie beispielsweise bei einem schlichten weißen Baumwoll-T-Shirt.

Reinigungsprozess für Wildlederjacken

Wenn Sie die richtige Vorgehensweise befolgen, bleiben Sie ruhig, vermeiden Fehler und können eine Wildlederjacke reinigen, ohne das Material zu beschädigen.

Untersuchen Sie versteckte Flecken

Hängen Sie die Jacke zunächst auf einen Zedernholzkleiderbügel und platzieren Sie sie unter hellem Tageslicht. Untersuchen Sie insbesondere die Nähte, Bündchen, Achselhöhlen und das Rückenteil. Diese Bereiche sammeln Körperöl und Schmutz schneller an als der Rest der Jacke.

Achten Sie besonders auf stark beanspruchte Stellen wie Ellbogen und Taschen. Sollten Sie Feuchtigkeit entdecken, vermeiden Sie Reiben. Tupfen Sie die Stelle vorsichtig mit einem sauberen, weißen Tuch ab und lassen Sie sie vollständig trocknen. Nasses Wildleder verteilt Flecken eher, als dass sie sich lösen – hier ist Geduld gefragt.

Fleckenarten identifizieren

Verschiedene Flecken erfordern unterschiedliche Vorgehensweisen. Beginnen Sie, indem Sie die Stelle leicht berühren, um die Art des Flecks zu bestimmen. Ein klebriges Gefühl oder eine dunklere Färbung beim Drücken deutet meist auf Öl hin, das sich gut mit absorbierenden Pudern wie Maisstärke entfernen lässt. Trockene, bröckelige Rückstände sind in der Regel gewöhnlicher Schmutz, der sich mit einer Bürste entfernen lässt. Abriebspuren, wie zum Beispiel an Taschen oder Ärmeln, lassen sich oft gut mit einem Wildlederradierer entfernen, der die Verschmutzung schonend entfernt, ohne die Fasern zu beschädigen.

Wenden Sie die richtige Behandlung Schritt für Schritt an.

Beginnen Sie vorsichtig. Steigern Sie die Dosis allmählich. Gehen Sie niemals direkt zu Flüssigkeiten über.

  1. Zuerst bürsten: Verwenden Sie die Wildlederbürste und beginnen Sie mit der Kreppgummiseite, um die Fasern aufzurichten und oberflächlichen Staub zu entfernen. Falls die Fasern platt wirken, wechseln Sie vorsichtig zur Messing-Nylon-Mischung. Lassen Sie das Werkzeug die Partikel aufnehmen, anstatt Druck auszuüben.

  2. Radierer für Kratzer: Bei glänzenden Abriebspuren oder leichten Reibungsflecken den Wildlederradierer in kleinen Bewegungen verwenden. Die Radiergummireste ziehen den festsitzenden Schmutz aus den Poren, anstatt ihn zu verschmieren.

  3. Maisstärke gegen frische Öle: Wenn Sie einen frischen Öl- oder Fettfleck entdecken, streuen Sie Maisstärke darüber und lassen Sie sie einwirken. Sie dringt in die Fasern ein und zieht den Rückstand nach und nach nach oben. Das Zähneputzen wird dadurch später einfacher und schonender.

  4. Essig oder Alkohol: Falls die Flecken trotz aller oben genannten Maßnahmen nicht verschwinden, befeuchten Sie ein weißes Tuch mit destilliertem Weißweinessig oder 70-prozentigem Isopropylalkohol. Tupfen Sie die Stelle vorsichtig ab, aber lassen Sie sie nicht einweichen. Die Mittel verdunsten schnell und lösen Salz- und Wasserflecken. Lassen Sie die Jacke trocknen und bürsten Sie sie anschließend erneut ab, um die Struktur wiederherzustellen.

Wichtiger Hinweis

Testen Sie Flüssigkeiten immer zuerst an einer verdeckten Naht oder am Saum. Wildleder dunkelt je nach Gerbverfahren leicht nach. Warten Sie mindestens 15 Minuten, bevor Sie sichtbare Stellen behandeln. Ein kleiner Test kann Ihre Jacke vor dauerhafter Verfärbung bewahren.

Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmethoden.

Arbeiten Sie langsam mit kurzen Strichen oder sanften kreisenden Bewegungen und beobachten Sie die Reaktion der Fasern. Sobald Sie einen Widerstand spüren, halten Sie inne und prüfen Sie die Situation neu, anstatt stärker zu drücken. Pulver benötigen Zeit zum Einziehen, Dampf entspannt die Fasern allmählich, und die Werkzeuge sind so konzipiert, dass sie mit minimalem Druck arbeiten.

Zu starkes Schrubben schädigt die Oberfläche und erzeugt glänzende, glatte Stellen, die sich nicht mehr reparieren lassen. Die Reinigung von Wildleder erfordert Geduld, nicht Kraft.

Den Mittagsschlaf wiederherstellen

Sobald der Fleck entfernt und alles vollständig getrocknet ist, bürsten Sie das Wildleder in eine gleichmäßige Richtung. Dadurch wird die gereinigte Stelle mit den umliegenden Fasern verbunden und die samtige Oberfläche wiederhergestellt. Falls der Flor noch etwas plattgedrückt aussieht, rauen Sie ihn leicht an und bürsten Sie anschließend mit sanfteren Strichen nach.

Dampf bei Bedarf

Falls noch Falten oder leichte Steifheit sichtbar sind, halten Sie einen Handdampfreiniger mindestens 15 Zentimeter entfernt. Der sanfte Dampf entspannt die Fasern. Der Flor öffnet sich leicht, wodurch die Haut frischer wirkt und hartnäckige Rückstände beim nächsten Bürstengang leichter entfernt werden können. Vermeiden Sie es, die Haare einzuweichen, und führen Sie die Bürste stets gleichmäßig.

Für die Zukunft schützen

Zum Schluss sprühen Sie einen speziellen Wildlederschutz auf. Verwenden Sie dazu einen leichten, gleichmäßigen Sprühnebel aus 15 bis 20 Zentimetern Entfernung. Lassen Sie das Wildleder an einem Zedernholzbügel in einem gut belüfteten Raum trocknen. Diese atmungsaktive Schutzschicht weist Feuchtigkeit ab, reduziert Fleckenbildung und erleichtert die nächste Reinigung erheblich.

Umgang mit speziellen Flecken auf Wildleder

Nicht alle Flecken sind gleich. Hier erfahren Sie, wie Sie hartnäckige Flecken entfernen, ohne sofort einen Profi rufen zu müssen.

Fleckenart

Verfahren

Schlamm/Erde

Lassen Sie den Schlamm vollständig trocknen. Bürsten Sie den losen Schmutz ab und bearbeiten Sie die verbleibenden Reste mit einem Radiergummi. Bei leichten Rückständen tupfen Sie diese mit etwas weißem Essig auf einem weißen Tuch ab, lassen Sie sie trocknen und bürsten Sie erneut.

Öl und Fett

Bestreuen Sie die Stelle mit Maisstärke und lassen Sie diese 24 Stunden einwirken, damit die Rückstände aufgesogen werden. Bürsten Sie die Stärke anschließend vorsichtig ab. Sollte der Fleck noch sichtbar sein, tragen Sie erneut Maisstärke auf und wiederholen Sie den Vorgang.

Tintenflecken

Fahren Sie mit dem Wildlederradierer vorsichtig und mit leichten Strichen über die Stelle. Gehen Sie langsam vor und hören Sie auf, sobald Sie ein Verblassen der Farbe bemerken. Tinte ist hartnäckig, daher sollten Sie starkes Reiben vermeiden.

Essen/Trinken

Die betroffene Stelle sofort mit einem trockenen, weißen Tuch abtupfen. Anschließend leicht mit etwas weißem Essig betupfen, trocknen lassen und zum Schluss mit einer sanften Bürste glätten.

Salzflecken

Mischen Sie zwei Teile Wasser mit einem Teil weißem Essig. Tupfen Sie die Stelle vorsichtig mit einem weißen Tuch ab, lassen Sie sie trocknen und bürsten Sie sie anschließend, um den Flor zu glätten.

Bilden

Fahren Sie mit dem Wildlederradierer leicht über die Stelle oder verwenden Sie eine weiche Zahnbürste für Kanten und Nähte. Sobald sich die Rückstände gelöst haben, bürsten Sie das Wildleder sanft, um die Fasern wieder anzugleichen.

Tierflecken

Mit einem trockenen, weißen Tuch abtupfen und anschließend leicht mit weißem Essig betupfen, um Gerüche zu neutralisieren. Vollständig trocknen lassen und anschließend bürsten, um die Florstruktur wiederherzustellen.

Wie man Flecken auf einer Wildlederjacke entfernt

Betrachten Sie den Fleck zunächst, um zu erkennen, worum es sich handelt. Staub und trockener Schmutz liegen meist oben, während Öl-, Lebensmittel- oder Flüssigkeitsflecken tiefer eindringen. Wenn Sie den Unterschied kennen, können Sie Schäden vermeiden.

Beginnen Sie, indem Sie die Stelle vorsichtig abbürsten, um losen Schmutz zu entfernen. Bürsten Sie dabei immer in eine Richtung, damit die Fasern gleichmäßig bleiben. Falls noch leichte Kratzer vorhanden sind, verwenden Sie einen Wildlederradierer und arbeiten Sie vorsichtig, sodass die Reibung den Fleck entfernt, anstatt ins Leder einzudringen. Wenn die Stelle ölig aussieht, verzichten Sie aufs Schrubben. Streuen Sie stattdessen ein absorbierendes Pulver wie Maisstärke darauf, lassen Sie es einwirken und bürsten Sie es später ab. Flecken wie Salz- oder Wasserflecken tupfen Sie leicht mit einem in Weißweinessig oder Reinigungsalkohol getränkten Tuch ab und lassen Sie die Stelle an der Luft trocknen, bevor Sie sie erneut abbürsten.

Beobachten Sie die Jacke während der Arbeit. Wenn das Wildleder zu dunkel wird, sich klebrig anfühlt oder sich der Fleck ausbreitet, hören Sie sofort auf. Das bedeutet in der Regel, dass der Fleck tiefer sitzt als er aussieht und professionell behandelt werden muss.

Die Fleckenreinigung sollte langsam, sanft und kontrolliert erfolgen. Ziel ist es, das Problem schonend zu lösen und nicht mit Gewalt zu entfernen, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Wie man eine Wildlederjacke zu Hause reinigt

Wildlederjacken lassen sich am besten zu Hause reinigen, wenn man langsam vorgeht und Wasser vermeidet. Beginnen Sie damit, die gesamte Jacke bei gutem Licht zu begutachten. Bürsten Sie die Oberfläche anschließend in eine Richtung, um Staub und Schmutz zu entfernen. Verwenden Sie einen Wildlederradierer für Kratzer und lassen Sie nasse oder frisch abgetupfte Flecken immer vollständig trocknen, bevor Sie sie erneut berühren.

Bei hartnäckigen Flecken vorsichtig mit weißem Essig oder Reinigungsalkohol abtupfen. Verwenden Sie nur wenig, damit das Wildleder nicht durchnässt wird. Lassen Sie die Jacke an der Luft auf einem Bügel, fern von Hitze, trocknen und bürsten Sie sie anschließend erneut, um die Fasern aufzurichten und die Flecken zu kaschieren. Zum Schluss tragen Sie ein Wildlederschutzspray auf, um die zukünftige Reinigung zu erleichtern und die weiche Textur der Jacke zu erhalten.

Sollte sich der Zustand des Leders verschlechtert haben, anstatt verbessert zu werden, stellen Sie die Reinigung ein und wenden Sie sich an einen professionellen Wildlederrestaurator.

Wann sollten Sie mit dem Putzen zu Hause aufhören?

Wenn Ihnen etwas „komisch“ vorkommt, halten Sie inne und überprüfen Sie es. Hören Sie sofort auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

  • Der Fleck breitet sich aus oder die Farbe wird fleckig

  • Das Wildleder wird glänzend oder verliert seine Struktur.

  • Ein starker Geruch tritt auf, oder die Jacke fühlt sich steif an

  • Sie sehen Tinte, dickflüssiges Öl, Schimmel oder Mehltau.

In diesem Fall verschlimmert eine weitere Reinigung zu Hause die Situation meist nur. Eine professionelle Wildlederreinigung ist die sicherste Option, um die Jacke zu schützen und dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Wie man Schimmel von einer Wildlederjacke entfernt

Wenn sich Schimmel auf einer Wildlederjacke bildet, sollte man sie am besten zuerst nach draußen bringen, damit sich die Sporen nicht in Innenräumen ausbreiten. Anschließend bürstet man den losen Belag vorsichtig ab. Die Jacke sollte an frischer, trockener Luft auslüften. Wasser ist dabei unerwünscht, da Feuchtigkeit Schimmelpilze fördert und sie tiefer in das Wildleder eindringen lässt.

Betupfen Sie die betroffenen Stellen leicht mit weißem Essig oder Reinigungsalkohol und lassen Sie die Jacke anschließend auf einem Kleiderbügel, fern von Hitze, vollständig trocknen. Bürsten Sie nach dem Trocknen die Fasern auf, um die Struktur wiederherzustellen, und überprüfen Sie die Stellen erneut. Sollte der Geruch anhalten, sich die Verfärbung ausbreiten oder erneut Schimmel auftreten, stellen Sie die Reinigung ein und wenden Sie sich an einen professionellen Wildlederspezialisten. Ausführlichere Hinweise zur Schimmelentfernung auf anderen Lederarten finden Sie in unserem Ratgeber zur Schimmelentfernung von Lederjacken .

Geruch entfernen, ohne die Wildlederjacke zu beschädigen

Manchmal sieht eine Wildlederjacke noch gut aus, aber wie jede Motorradlederjacke kann sie nach längeren Fahrten Rauch und Schweiß aufnehmen. Falls der Geruch von normalem Leder oder einer Motorradweste stammt, folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung,wie Sie Gerüche aus einer Lederjacke oder -weste entfernen, ohne das Material zu beschädigen. Wildleder zieht Rauch und Schweiß magisch an. Geruchsentfernung aus einer Wildlederjacke ist einfacher als gedacht: Es beginnt mit Luftzirkulation. Hängen Sie die Jacke einen Tag lang an einem schattigen, luftigen Ort im Freien auf. Falls das nicht hilft, legen Sie die Jacke in einen großen Kleidersack oder eine verschlossene Plastikbox mit einer offenen Schachtel Backpulver am Boden (achten Sie darauf, dass das Pulver die Jacke nicht berührt). Lassen Sie sie 48 Stunden einwirken. Das Backpulver absorbiert die restlichen Gerüche.

Bei muffigem Geruch im Kleiderschrank hilft ein Kleiderbügel aus Zedernholz oder ein Säckchen mit getrocknetem Lavendel. Ist der Geruch stark und erdig, könnte es sich um Schimmel handeln – dann sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen.

Wartungsplan für Wildlederjacken

Wenn Sie die Wildlederjacke an Ihre Kinder weitergeben möchten, befolgen Sie diesen Zeitplan:

  • Wöchentlich: Kurzes Abwischen (1 Minute), um Oberflächenstaub zu entfernen.

  • Monatlich: Prüfen Sie Ellbogen und Manschetten auf Abnutzungsspuren; verwenden Sie den Radiergummi.

  • Saisonende: Wenn die Reitsaison zu Ende geht, sollte die Jacke vor der Lagerung kurz aufgefrischt werden.

    • Bürsten Sie die Jacke ab, um Schmutz zu entfernen und den Flor aufzufrischen.

    • Überprüfen Sie Nähte, Reißverschlüsse und eventuelle Flecken.

    • Auf einen breiten, gepolsterten Kleiderbügel hängen, nicht auf einen Drahtbügel.

    • In einem atmungsaktiven Kleidersack aus Stoff aufbewahren, nicht in einem Plastiksack.

    • Bewahren Sie es an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort auf, um Ausbleichen und Feuchtigkeit zu vermeiden.

Reinigungsfehler, die eine Wildlederjacke ruinieren

Bevor Sie beginnen, hier ein paar häufige Fehler, die Wildleder schnell ruinieren können.

  1. Direktes Wasser: Durch das Übergießen eines Flecks mit Wasser entsteht ein Wasserrand (ein Ring), der schwieriger zu entfernen ist als der ursprüngliche Fleck.

  2. Schrubben: Dadurch fransen die Fasern aus und es entsteht eine kahle Stelle im Wildleder.

  3. Schuhcreme: Verwenden Sie niemals Glattledercreme auf Wildleder. Sie verklebt die Fasern zu einer fettigen Paste.

  4. Reinigung einer halben Platte: Wenn Sie einen flüssigen Reiniger verwenden, versuchen Sie, die gesamte Platte (z. B. die gesamte Hülse) zu reinigen, damit sie gleichmäßig trocknet und keine Wasserlinien entstehen.

  5. Aufbewahrung in Kunststoff: Wildleder muss atmen können. Kunststoff speichert Feuchtigkeit und führt zu Schimmelbildung.

Abschluss

Eine Wildlederjacke ist zum Tragen da. Sie ist gemacht für Abenteuer, für den Wind und vielleicht auch für etwas Staub. Lassen Sie sich nicht von der Angst vor Flecken davon abhalten, sie im Schrank zu verstauen. Mit einer Bürste, einem Radiergummi und etwas Geduld können Sie fast alles damit anstellen. Und falls Sie auch Kleidung aus Glattleder besitzen, führt Sie unser Ratgeber zur Reinigung von Lederjacken durch den gesamten Prozess. Wenn Sie sich bei einer Reinigung unsicher fühlen, ist die chemische Reinigung Ihrer Wildlederjacke die klügere Wahl. Die richtige Pflege sorgt dafür, dass das Material atmungsaktiv und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse bleibt – und das über Jahre hinweg.

Hochwertiges Leder verdient eine erstklassige Verarbeitung. Deshalb fertigt First MFG Co seine Wildlederprodukte aus Premium-Leder, das speziell für diesen Reinigungsprozess entwickelt wurde. Jacken bieten die perfekte Grundlage, um eine individuelle Patina zu entwickeln und gleichzeitig den Belastungen des Alltags standzuhalten. Mit einem sorgfältig verarbeiteten Kleidungsstück stellen Sie sicher, dass jede Reinigung ein Stück Leder pflegt, das ein Leben lang hält.

Häufig gestellte Fragen

Kann zu häufiges Reinigen einer Wildlederjacke diese beschädigen?

Übermäßiges Reinigen kann die Fasern abnutzen. Konzentrieren Sie sich auf regelmäßige, leichte Pflege wie Bürsten und beschränken Sie sich auf die gründlichere Reinigung bei sichtbaren Flecken oder nach Saisonende. Eine schonende Pflege schützt die Wildlederjacke, ohne das Material zu belasten.

Kann man alte Wildlederjacken restaurieren?

Oft ja, zumindest teilweise. Trockenes, staubiges oder leicht verblasstes Wildleder kann deutlich besser aussehen mit:

  • Gründliches Zähneputzen.

  • Sanfte Fleckenreinigung.

  • Professionelle Aufbereitung

Sind die Fasern jedoch stark abgenutzt, das Leder rissig oder die Struktur im Laufe der Zeit geschwächt, stößt die Restaurierung an ihre Grenzen. In solchen Fällen kann Ihnen ein Lederreiniger realistisch sagen, was möglich ist.

Woran erkennt man, dass ein Fleck professionell gereinigt werden muss?

Suchen Sie professionelle Hilfe, wenn Sie Tinte, stark ölige Stellen, Schimmel, Stockflecken, sich ausbreitende Flecken oder Farbverblassung feststellen. Brechen Sie die Reinigung auch ab, wenn das Wildleder ungleichmäßig nachdunkelt, klebrig wird oder nach der Reinigung unangenehm riecht. Die weitere Reinigung zu Hause führt in der Regel zu dauerhaften Schäden.

Kann man Haushaltsreiniger wie Spülmittel oder Waschmittel bedenkenlos auf einer Wildlederjacke verwenden?

Nein. Seifen und Waschmittel hinterlassen Rückstände, dunkeln Wildleder nach und können dauerhafte Flecken verursachen. Verwenden Sie stattdessen wildlederschonende Methoden wie Bürsten, Radiergummis, Maisstärke, weißen Essig oder in kleinen Mengen Reinigungsalkohol.

Was tun, wenn eine Wildlederjacke in den Regen gerät?

Vorsichtig abtupfen, auf einen breiten Kleiderbügel hängen und an der Luft trocknen lassen.

Nicht;

  • Quetschen

  • Twist

  • Hitze.

Sobald das Fell trocken ist, bürsten Sie es wieder auf. Sollten Wasserflecken zurückbleiben, behandeln Sie diese leicht mit weißem Essig oder Reinigungsalkohol und bürsten Sie das Fell anschließend erneut.

Warum erscheinen manchmal Fingerabdrücke auf Wildleder?

Fingerabdrücke werden sichtbar, weil Wildleder eine aufgerichtete Oberfläche hat. Streichen die Finger darüber, verändern diese feinen Fasern ihre Richtung, wodurch sich der Lichteinfall auf die Jacke verändert. Deshalb kann die Stelle dunkler oder heller wirken. Ein sanftes Bürsten mit einer Wildlederbürste gleicht dies in der Regel aus und sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild.